Impressum
|
Kontakt
|
Suche
|
Presse
|
Anfahrt
leer

In unserer komplexen Welt fühlen sich viele Menschen ratlos, ängstlich, haben ihre Perspektive aus den Augen verloren und finden auch mit Hilfe von Ratschlägen Anderer nicht aus dieser scheinbar ausweglosen Situation heraus. Oft sind innere oder äußere Belastungen Auslöser eines seelischen Problems - schwere oder chronische körperliche Krankheiten, Verlusterfahrungen, berufliche Probleme. Der wachsenden Information und der Vielzahl von Ratschlägen steht gegenüber, dass psychische Erkrankungen an Häufigkeit zunehmen. Es sind neue Begriffe geprägt worden, um dem Gefühl des "Ausgebranntseins", der anhaltenden Erschöpfung ("Burn Out") oder einer chronischen Verbitterung nach negativen Erfahrungen Ausdruck zu geben.

Der Rat Anderer hilft meist wenig. Es ist sinnvoll, den eigenen Weg zu finden und nach Lösungen zu suchen, die mit den zur Verfügung stehenden Mitteln erreichbar und Ihren persönlichen Zielen gemäß sind. Oft müssen diese Ziele im Lebenslauf neu bestimmt werden - sei es, dass Sie in eine neue Lebensphase eintreten, sei es, dass nach einer Trennung oder beruflicher Umstellung neue Zielbestimmungen erforderlich werden. Auch haben unsere Patienten in aller Regel versucht, selbst aus ihren Problemen heraus zu finden - durch Schonung, vermehrte Willensanspannung ("Selbstdisziplin") und andere Ansätze. Eigene krankmachende Denkmuster zu erkennen, verlangt aber oft den Blick von außen, den Anstoß, der vom Therapeuten oder der therapeutischen Gruppe kommt. Durch "Wellness" allein werden Sie psychischer Probleme nicht Herr. Für diese Neubestimmung braucht es einen Willen zur Veränderung und professionelle Hilfe. Mitunter suchen Betroffene auch nach Lösungen, die nur Wiederholungen früher schon fehlgeschlagener Lösungsversuche sind. Das zugrunde liegende Problem ist vielleicht ein unbewusstes - es muss in der Therapie erst erarbeitet und aufgelöst werden.

Nicht unbedingt drücken seelische Probleme sich auf der Ebene von Gefühlen - Ängsten, Traurigkeit, Schuldgefühlen oder auch Wut - aus. Manchmal treten Körpersymptome an die Stelle der eigentlich seelischen Problematik. Der chronische Schmerz ist ein Beispiel für die Wechselwirkung körperlicher und seelischer Probleme. Die am Anfang maßgebliche Ursache des Schmerzes tritt mit der Zeit in den Hintergrund; die Frage gewinnt an Bedeutung, wie ich im Alltag mit diesem Schmerz umgehen kann, welche psychischen Prozesse die Wahrnehmung von Schmerz verstärken oder lindern.

Wenn Sie für sich in Betracht ziehen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, so sprechen Sie uns an. Wir wissen, wie wichtig eine Umgebung ist, die Vertrauen und Halt gibt und eine persönliche Veränderung ermöglicht - nicht durch von außen kommenden Rat, sondern im Sinne einer Hinführung zu den Ihnen gemäßen Zielen und Ihren ganz persönlichen Möglichkeiten.

Meist steht das Ziel nicht von vornherein fest. Es gilt, den Ausgangspunkt zu bestimmen, verschiedene Ziele zu besprechen und dabei immer auch zu prüfen, welche Möglichkeiten zu ihrer Umsetzung zur Verfügung stehen. Es ist meist ein Prozess, der mal schneller, mal langsamer verläuft und über die Zeit des Klinikaufenthaltes hinaus andauert. Eine ambulante Nachbetreuung ist oft sinnvoll. Der Schritt zu einer Umorientierung und Neuausrichtung eigener Lebensperspektiven vollzieht sich am ehesten unter den Bedingungen eines "therapeutischen Milieus". Dazu gehört mehr als nur der gute Kontakt zu Ihrem ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten; es ist das Zusammenwirken von Patienten und gesamtem therapeutischen Personal (Pflegepersonal, Kreativtherapeuten) wie auch die Begegnungen der Patienten untereinander.